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5 von 46 drauf & gut:


Gesellschaft

Richtig dabei

Zum Beispiel der Friedensmarsch der Palästinenserinnen und Israelinnen vom Oktober 2016 ...

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Kultur 

Kreativ gestaltet

Zum Beispiel Christian Bobst in Zürich: Der preisgekrönte Fotograf geht auch an heikle Themen nah heran...

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Umwelt

Dauerhaft gut

Zum Beispiel Theo Gerber, Arzt und Arvenpflanzer in St.Gallen: sorgte für die Anpflanzung von mehr als einer halben Million Bäumen im Hinterrheintal...

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Wirtschaft

Sinnvoll profitiert

Zum Beispiel Disco100: hat es als Familienbetrieb zum grössten Plattenladen Barcelonas gebracht...

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            Alter

Voller Leben

Zum Beispiel Irmela Mensah-Schramm in Berlin: Bekämpft mit Schaber und Lösungsmitteln Hassparolen an Geländern und Gebäuden...

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 Flüchtlinge

Flucht. Ankunft

 Zum Beispiel Tausende von Freiwilligen, die sich mit Kreativität und Hingabe um Menschen auf der Flucht kümmern…

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zai-Ski Disentis:

Meisterliche Handarbeit

Scadin. Testa. Spada. So heissen die eleganten Schönheiten. Sie haben Taille und Rundungen. Qualität, Form und Stil. Das sieht sogar ein Laie. Nüchtern betrachtet, sind sie ganz einfach ein Sportgerät. Aber nüchtern kann man sie eben nicht betrachten, die Scadin, Testa und Spada, und das nicht nur, weil diese Skier aus besonderem Holz geschnitzt sind, was wörtlich zu nehmen ist, sondern weil es sich um zai-Ski handelt. Jedes Paar von Hand gefertigt.

Die Skimanufaktur befindet sich in Disentis in Graubünden. Gegründet wurde sie 2003 vom Skidesigner Simon Jacomet, heute 50 Jahre alt. Der Bündner, der das Schweizer Abfahrtsteam trainiert hat, arbeitete eine Zeitlang bei grossen Skiherstellern; aber die Massenproduktion behagte ihm auf Dauer nicht. Ihm schwebte anderes vor, eben Qualität, Form und Stil. Für seine zai-Ski greift er zu hochwertigem Material wie Esche, Nussbaum, Zedernholz und Naturkautschuk. Sogar Stein kommt rein: Der  Spada (rätoromanisch für Schwert) besitzt einen Kern aus Gneis: https://de.wikipedia.org/wiki/Zai_AG. Für sein Unternehmen wählte er das rätoromanische Wort für zäh: zai.  Am Anfang, sagt Simon Jacomet,  hätten sie sich selber komplett verrückt gefunden, mit solchen Materialien arbeiten zu wollen, die vor ihnen noch niemand für Ski verwendet hatte: https://vimeo.com/60270233 . Aus 70 bis 120 Einzelteilen setzt sich ein zai-Ski zusammen; sieben bis zehn Stunden braucht es, bis er fertig ist. Mittlerweile arbeitet ein elfköpfiges Team in der zai-Werkstatt. 2009 stiess der Sportler und Ökonom Benedikt Germanier als CEO zum Unternehmen.

Simon Jacomet ist in Disentis aufgewachsen, hat hier die Klosterschule besucht, später in Florenz Kunst studiert. Während seiner Schulzeit soll er „Zen in der Kunst des Bogenschiessens“ gelesen haben.  In der Einleitung zu diesem Buch von Eugen Herrigel schreibt der Japaner Daisetz Teitar Suzuki 1953: „Einer der wesentlichen Faktoren in der Ausübung des Bogenschießens und jener anderen Künste, die in Japan und wahrscheinlich auch in anderen fernöstlichen Ländern  ausgeführt werden, ist die Tatsache, daß sie keinen nützlichen Zwecken dienen, auch nicht zum rein ästhetischen Vergnügen  gedacht sind, sondern eine Schulung des Bewusstseins bedeuten und dieses in Beziehung zur letzten Wirklichkeit bringen sollen.“

Wer die enthusiastischen Kommentare der zai-Nutzer hört, wer die Sorgfalt sieht, mit der die Handwerker schneiden, schleifen, pressen und prüfen,  dem kommt der Begriff „Bewusstsein“ auch in diesem Zusammenhang nicht völlig fremd vor. 1200 Skier stellt die Manufaktur  pro Jahr her. Sie haben ihren Preis und sind ihn wert. Aber zai positioniert sich nicht als Luxusgut, sondern als Hightechprodukt, das sich hervorragend fahren lässt und von Könnern geschätzt wird: http://www.bilanz.ch/luxus/ski-top-teuer-trendy. Die Werbung hebt die optimale Zug- und Druckstabilität und die Dämpfungseigenschaften hervor: http://www.seilers-werbeblog.ch/zai-der-edel-ski/. Der Ski ist leicht, aber stark und dauerhaft, wie es ein guter Ski sein sollte. Man sehe dem Produkt die Leidenschaft der Macher an, sagt Geschäftsleiter Germanier.

Und die Begeisterung überträgt sich auf die Skifahrer. Gepackt wurde 2009 auch Franz-Josef Paefgen, dazumal CEO von Bentley Motors Ltd. Die KMU zai und die zum VW-Konzern gehörende britische Marke Bentley gingen eine Kooperation ein. zai produzierte eine limitierte Auflage von 250 Paaren für Bentley. Aus Zedern, Chromstahl und Karbon. In den Farben Eisweiss, Britisch Renngrün oder Kobaltblau: http://www.bentleymotors.com/en/world-of-bentley/bentley-collection/licenced-partners/zai-for-bentley.html

Da der Wintersport im Sommer jeweils Pause macht, hat zai das Sortiment diversifiziert:  es werden auch Golfschläger hergestellt und Events organisiert.  Und Skimützen verkauft. Gestrickt von Frauen im Altersheim Disentis. Aus Merinowolle. In Rot,  Petrol, Schwarz, Grau: http://www.suedostschweiz.ch/zeitung/buendner-skimarke-zai-im-scheinwerferlicht?version

 (2015)

http://www.zai.ch

zai AG
Via dalla Stampa 8
7180 Disentis

Schweiz

 

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