Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

5 von 53 gut & drauf:


Gesellschaft

Richtig dabei

Zum Beispiel Amar Latif in Grossbritannien: Der blinde Reiseführer lehrt das Sehen...

weiterlesen

 

Kultur 

Kreativ gestaltet

Zum Beispiel Christian Bobst in Zürich: Der preisgekrönte Fotograf geht auch an heikle Themen nah heran...

weiterlesen

Umwelt

Dauerhaft gut

Zum Beispiel Theo Gerber, Arzt und Arvenpflanzer in St.Gallen: sorgte für die Anpflanzung von mehr als einer halben Million Bäumen im Hinterrheintal...

weiterlesen

 

Wirtschaft

Sinnvoll profitiert

Zum Beispiel Disco100: hat es als Familienbetrieb zum grössten Plattenladen Barcelonas gebracht...

weiterlesen

 

            Alter

Voller Leben

Zum Beispiel Irmela Mensah-Schramm in Berlin: Bekämpft mit Schaber und Lösungsmitteln Hassparolen an Geländern und Gebäuden...

weiterlesen
 
 
 Flüchtlinge

Flucht. Ankunft

 Zum Beispiel Tausende von Freiwilligen, die sich mit Kreativität und Hingabe um Menschen auf der Flucht kümmern…

weiterlesen

ecoMaximus:

Papier aus Elefantenmist

 

 Der Vorgang ist einfach: Fressen. (Pardon) Scheissen. Schreddern. Desinfizieren durch Auskochen. Vermischen. Pressen. Und fertig ist das Papier aus Elefantenmist. Stinkt nicht. Belastet die Umwelt nicht. Hält was aus! Gut, ganz so einfach geht es nicht. Aber die Idee ist es: einfach genial! Das Papier wird in Sri Lanka hergestellt vom Unternehmen ecoMaximus Paper Company. Thusitha Ranasinghe, der aus einer Druckerfamilie stammt, hat es 1997 gegründet. Allerdings ist die Idee nicht auf seinem Mist gewachsen. Er hatte damals einen Zeitungsartikel über einen Wildhüter in Kenya gelesen, der mit Elefantendung zwecks Papierherstellung experimentierte. In Sri Lanka leben auch Elefanten. Und die scheiden auch aus. Also machte sich Thusitha Ranasinghe an die Arbeit, forschte, probierte aus, entwickelte Spezialgeräte und gründete eine Firma, der er den programmatischen Namen ecoMaximus gab (der lateinische Name des afrikanischen Elefanten lautet Elephas Maximus). Heute arbeiten sieben Angestellte im Produktionsbetrieb in der Nähe von Kegalle, gleich neben dem Areal der Millenium Elephant Foundation: http://www.millenniumelephantfoundation.com . Den Geschäftssitz hat er inzwischen in der Hauptstadt Colombo aufgeschlagen. Denn die Sache hat Fahrt aufgenommen.

Elefantendung ist ein geeignetes Ausgangsmaterial für Papier, weil er viele Holzfasern enthält. Ein Elefant frisst um die 180 Kilo Futter pro Tag, nämlich Blätter, Rinden, Äste, Wurzeln. Da fällt am Ende schon was ab. Bauern und Bäuerinnen der Umgebung sammeln den Dung ein, und auch bei der Herstellung ist viel Handarbeit dabei, wie man im Film sieht: http://www.elecosy.com

Elefantenkot ist aber nicht das einzige Ausgangsmaterial, das ecoMaximus in Papier verwandelt. Auch Altholz, Bananenstrünke und vieles mehr lassen sich wiederverwerten. Daraus entstehen Schreibpapier, Umschläge, Bilderrahmen, Tagebücher und sogar Papierelefanten als Souvenir. 90 Prozent der Artikel gehen in den Export, unter anderem zu Elecosy, ein der Umwelt und dem Fairen Handel verpflichtetes Unternehmen mit Sitz in Belgien, Grossbritannien und Deutschland. Elecosy wiederum beliefert den Zooshop Zürich.

Das Projekt in Sri Lanka hat viel Anerkennung und Preise gewonnen und inzwischen auch Nachahmer gefunden. In Thailand etwa das “Thai Elephant Conservation Center”: http://www.thailandelephant.org/en/dungpaper.html In Thailand stand vor allem die Überlegung im Mittelpunkt, die Exkremente der Dickhäuter loszuwerden. Die auf der Station lebenden 40 Elefanten schaffen 1500 bis 2000 Kilogramm Dung. Pro Tag! Da muss man sich tatsächlich etwas zur Entsorgung einfallen lassen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/recycling-forscher-gewinnen-papier-aus-elefantendreck-a-137796.html

Elefantenschutz ist auch ein Ziel der Firma ecoMaximus. In Sri Lanka ist der Kampf um die Landnutzung zwischen Bauern und Dickhäutern ein virulentes Problem. Die Überlegungen von Thusitha Ranasinghe gehen dahin, dass Bauern, die an den Elefanten verdienen können, das Zusammenleben mit den grauen Wilden eher akzeptieren.

Noch einen andern Akzent setzt der Zoologische Garten in Prag: Dort soll die Herstellung von Papier aus Elefantenabfall der Animation der Besucherinnen und Besucher dienen: http://www.nzz.ch/newsticker/zoo-macht-aus-elefantendung-papier-1.18505051

Ein ähnliches Angebot prüft auch der Zoo Zürich; allerdings ist es noch nicht spruchreif, wird zur gegebenen Zeit aber auf der Homepage aufgeschaltet: http://www.zoo.ch

 (2015)

http://www.ecomaximus.com

 

329, Dam Street,
Colombo 12, Sri Lanka
md@ecomaximus.com

 

  Startseite