Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

5 von 53 gut & drauf:


Gesellschaft

Richtig dabei

Zum Beispiel Amar Latif in Grossbritannien: Der blinde Reiseführer lehrt das Sehen...

weiterlesen

 

Kultur 

Kreativ gestaltet

Zum Beispiel Christian Bobst in Zürich: Der preisgekrönte Fotograf geht auch an heikle Themen nah heran...

weiterlesen

Umwelt

Dauerhaft gut

Zum Beispiel Theo Gerber, Arzt und Arvenpflanzer in St.Gallen: sorgte für die Anpflanzung von mehr als einer halben Million Bäumen im Hinterrheintal...

weiterlesen

 

Wirtschaft

Sinnvoll profitiert

Zum Beispiel Disco100: hat es als Familienbetrieb zum grössten Plattenladen Barcelonas gebracht...

weiterlesen

 

            Alter

Voller Leben

Zum Beispiel Irmela Mensah-Schramm in Berlin: Bekämpft mit Schaber und Lösungsmitteln Hassparolen an Geländern und Gebäuden...

weiterlesen
 
 
 Flüchtlinge

Flucht. Ankunft

 Zum Beispiel Tausende von Freiwilligen, die sich mit Kreativität und Hingabe um Menschen auf der Flucht kümmern…

weiterlesen

Opernhaus-MAG: 

Blick auf die Kulissen

 

Schwerpunkt-Nummer: Wozzeck mit Christian GerhaherSchwerpunkt-Nummer: Wozzeck mit Christian Gerhaher

 Jedes Theater, Konzertunternehmen oder Opernhaus hat heutzutag seine eigene Zeitschrift. Manche Kulturveranstalter offerieren Hefte dick wie Taschenbücher, meist lehrreich und lesenswert. Unter diesen Medien ragt das MAG heraus, das „Magazin des Opernhauses Zürich“. Es wird mit feu sacré geschrieben und produziert; davon sind wir überzeugt, nachdem wir viele Nummern rübis und stübis gelesen haben.

Von September bis Juni erscheint das MAG monatlich, ein Heft im A4-Format mit einem Umfang von rund fünfzig Seiten. Das Titelblatt ist nach einem Wiedererkennungsmerkmal gestaltet: immer das Konterfei einer Künstlerpersönlichkeit, immer schwarzweiss fotografiert, immer beleuchtete Gesichtszüge vor schwarzem Hintergrund. Als hätte der Fotograf, die Fotografin Rembrandt studiert und imitiert. Schön ist das! Für die Fotografie arbeitet das MAG mit dem Studiengang Redaktionelle Fotografie der Schweizer Journalistenschule MAZ zusammen; wer da wen belehrt, wissen wir nicht. Aber das Ergebnis ist ein Genuss.

 Der Inhalt des Heftes ist rubriziert, was ebenfalls der Wiedererkennung dient. Es schreibt der Hausherr, der Dramaturg sowieso, auch externe Autorinnen, Autoren. Unsere Lieblingsrubrik ist  jene des Technischen Direktors, Sebastian Bogatu. Er muss ein – leidenschaftlicher – Tüftler sein, von Natur aus und berufsbedingt, damit er all die möglichen und vollkommen unmöglichen Regiewünsche erfüllen kann. „Geht nicht, geht nicht“, ist seine Devise und die seines Teams. Obwohl es ihm manchmal durch den Kopf schiesse, diesmal gehe es nicht, wirklich nicht! „No way“ (MAG 31/September 2015). Natürlich geht es dann doch.

Dieser Profi also lässt uns monatlich hinter die Kulissen bzw. auf deren Entstehungsprozess schauen, was spannend und unterhaltend zugleich ist. Bogatu kann nicht nur aus federleichtem Material tonnenschweren Marmor zaubern: er kann auch schreiben. Und manchmal plaudert er äusserst amüsant aus der Schule. Zum Beispiel erfährt man, wie eine Ming-Vase auf der Bühne in tausend Stücke zerschellte (das sollte sie auch), und wie eine Scherbe in den Orchestergraben flog (das sollte sie nicht); zum Glück war nur Probe (den Fluch des Dirigenten verschweigt Bogatu diskret). Oder man staunt, dass durchs Opernhaus ganze Züge fahren; Züge sind im Theater jene Maschinen, mit denen Bühnenbilder oder bemalte Stoffe hochgezogen werden können. Man lernt also auch etwas bei der Lektüre. Bogatu macht Lust auf mehr MAG, und das MAG auf mehr Oper. Zweck erfüllt. (2015)

https://www.opernhaus.ch/kiosk/mag/

 

 Startseite