Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

5 von 56 gut & drauf:


Gesellschaft

Richtig dabei

Zum Beispiel Amar Latif in Grossbritannien: Der blinde Reiseführer lehrt das Sehen...

weiterlesen

 

Kultur 

Kreativ gestaltet

Zum Beispiel Christian Bobst in Zürich: Der preisgekrönte Fotograf geht auch an heikle Themen nah heran...

weiterlesen

Umwelt

Dauerhaft gut

Zum Beispiel Theo Gerber, Arzt und Arvenpflanzer in St.Gallen: sorgte für die Anpflanzung von mehr als einer halben Million Bäumen im Hinterrheintal...

weiterlesen

 

Wirtschaft

Sinnvoll profitiert

Zum Beispiel Peter Mabeo in Gaborone: Der Selfmademann in Botswana macht  mit seinen Möbeln Weltkarriere...

weiterlesen

 

            Alter

Voller Leben

Zum Beispiel Irmela Mensah-Schramm in Berlin: Bekämpft mit Schaber und Lösungsmitteln Hassparolen an Geländern und Gebäuden...

weiterlesen
 
 
 Flüchtlinge

Flucht. Ankunft

 Zum Beispiel Tausende von Freiwilligen, die sich mit Kreativität und Hingabe um Menschen auf der Flucht kümmern…

weiterlesen

Das Gebet der Mütter:

Frauen halten die Hoffnung hoch...

 

Fast zwei Millionen haben das Video „Gebet der Mütter“ angeklickt. Es dauert nur fünf Minuten, ist untermalt von einem Lied, das, wie alle Musik, Geschmackssache ist, aber durchaus geeignet, sich eine Welt vorzustellen, in der Frieden möglich erscheint. Komponiert hat es die israelisch-kanadische Sängerin Yael Deckelbaum, intoniert wird es in Hebräisch, Arabisch und Englisch von verschiedenen Sängerinnen. Eine eingängige Melodie, ein einfacher Text, der vielen aus dem Herzen spricht: „Bring us peace, bring us peace“. Und darum wurde „Prayer of the Mothers“ zur Hymne des Friedensmarsches „March of Hope“ von Palästinenserinnen und Israelinnen im Oktober 2016. Und darum wohl wird der Song bis heute millionenfach gehört und geliebt. Ein kleiner Funke, der dazu beitragen möchte, aus der kalten, alles erstickenden Asche über den Friedensbemühungen im Nahen Osten erneut ein Feuer zu entfachen, ein Friedens- und Freudenfeuer. Genau das wollte der Marsch der Frauen.  Das Video zeigt Ausschnitte und erinnert an unvergessliche Tage, von denen die Weltöffentlichkeit keine Notiz nahm.  

 

Oktober 2016: March of Hope von der Bewegung Women Wage PeaceOktober 2016: March of Hope von der Bewegung Women Wage Peace

Friedensmärsche haben eine lange Tradition; am bekanntesten ist wohl die Form der Ostermärsche, die sich zum erstenmal in den fünfziger Jahren formierten und sich damals gegen die atomare Aufrüstung richteten. Viele mögen aus Überzeugung mitmarschiert sein, viele sicher auch mit Zweifeln an der Machbarkeit, aber sie liefen dennoch mit, weil ihnen das DENNOCH wichtig war. In den letzten Jahren haben sich die Reihen ausgedünnt, aber noch immer sind gewaltfreie Demonstrationen weltweit ein starkes Symbol für den kollektiven Wunsch, sinnlose, zerstörerische Gewalt endlich zu stoppen. In Israel und Palästina hat sich nach dem Gaza-Krieg 2014 eine Bewegung „ Women Wage Peace“  (in etwa: „Frauen führen Frieden“) gebildet, um diese Botschaft als Forderung auf die Strasse zu tragen. Zwei Jahre lang wurde der Friedensmarsch vorbereitet, unter Mithilfe von Tausenden Freiwilligen: http://womenwagepeace.org.il/en/

 

Anfang Oktober 2016, zu Beginn des jüdischen Jahres, machten sich zwanzig Frauen an der Grenze zu Libanon auf den Weg Richtung Süden, marschierten zwei Wochen lang, 255 Kilometer weit durch Israel. Auch durch ein Stück Westbank: In Jericho schlossen sich 3000 Israelinnen und 1000 Palästinenserinnen an, Fromme und Fitte, Jüdinnen und Araberinnen, Linke, Rechte und solche aus der politischen Mitte, Mütter, die Söhne in den Krieg schicken mussten, und Frauen, die selber Opfer von Gewalt geworden waren.  Alle in Weiss, der Farbe des Friedens. Allerdings durften nur wenige palästinensische Frauen das Westjordanland verlassen, um bis zum Ziel mitzugehen: die Schlusskundgebung fand in Jerusalem vor dem offiziellen Wohnsitz des israelischen Ministerpräsidenten statt. Mit Sukkurs von weiteren 20‘000 Menschen, Männern nun eingeschlossen, wurde die Forderung vielstimmig erhoben, Verhandlungen für ein Friedensabkommen zwischen Israel und Palästina wieder aufzunehmen und sie bis in vier Jahren zum Abschluss zu bringen.

http://womenwagepeace.org.il/en/

 

  Startseite 

 

 

https://youtu.be/YyFM-pWdqrY