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5 von 44 drauf & gut:


Gesellschaft

Richtig dabei

Zum Beispiel der Friedensmarsch der Palästinenserinnen und Israelinnen vom Oktober 2016 ...

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Kultur 

Kreativ gestaltet

Zum Beispiel Christian Bobst in Zürich: Der preisgekrönte Fotograf geht auch an heikle Themen nah heran...

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Umwelt

Dauerhaft gut

Zum Beispiel Theo Gerber, Arzt und Arvenpflanzer in St.Gallen: sorgte für die Anpflanzung von mehr als einer halben Million Bäumen im Hinterrheintal...

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Wirtschaft

Sinnvoll profitiert

Zum Beispiel Disco100: hat es als Familienbetrieb zum grössten Plattenladen Barcelonas gebracht...

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            Alter

Voller Leben

Zum Beispiel Irmela Mensah-Schramm in Berlin: Bekämpft mit Schaber und Lösungsmitteln Hassparolen an Geländern und Gebäuden...

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 Flüchtlinge

Flucht. Ankunft

 Zum Beispiel Tausende von Freiwilligen, die sich mit Kreativität und Hingabe um Menschen auf der Flucht kümmern…

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Bibliothek Oechslin:

Gesammelter Fund

 

 

 

 Oase der Stille: Bibliothek OechslinDiese Stille! Aber still ist es auch in anderen Bibliotheken. Also: dieses Licht! Es fällt weich direkt vom Himmel bzw. von der hohen Decke herab auf den langen Tisch, auf dem Folianten liegen, die man reserviert hat und nun Seite für Seite sorgfältig umblättert; es fällt weich über die Regale, die  auf zwei Ebenen bis hoch hinauf reichen und den Raum in die wunderbaren Brauntöne von altem Leinen und brüchigem Leder hüllen. Man ist nach Einsiedeln zum Studieren in die Bibliothek Werner Oechslin gekommen, und jetzt lässt man sich vom Licht und von der Intensität des Raumes ablenken und verführen.

Die Bibliothek ist ein Juwel. Realisiert hat sie der heute emeritierte ETH-Professor für Kunst- und Architekturgeschichte Werner Oechslin.  Gestaltet wurde der Bau aus rötlichem Kalkstein nach einem Entwurf von Mario Botta. Schon die Treppe erregt Aufsehen: sie führt steil hinauf, geradewegs in den Himmel, in einen Bücherhimmel; dieses Wortspiel sei erlaubt, da das Gebäude am Fusse des Meinradberges liegt, an dem wiederum der alte Jakobsweg nach dem spanischen Pilgerort Santiago de Compostela vorbei führt. Die Bibliothek selber hat die stimmige „Metapher für den Bildungsweg“ für sich gefunden: http://bibliothek-oechslin.ch/bibliothek/besichtigung/rundgang.

50‘000 Bücher aus sechs Jahrhunderten stehen in der Bibliothek; Schwerpunkt bilden die Quellenschriften, also Erstausgaben und Originale zur Architektur und Architekturtheorie; einen reichen Fundus aber auch in den verwandten Gebieten der Philosophie, Mathematik, Kunst, Archäologie und Geschichte. Werner Oechslin hat die Schätze über Jahrzehnte zusammengetragen zu einer der grössten europäischen Privatsammlungen von Quellenschriften des 15. bis 20. Jahrhunderts zur Architektur- und Kunsttheorie.

Geboren ist Werner Oechslin 1944 in, natürlich, Einsiedeln; er studierte in Zürich und Rom, übte Lehrtätigkeiten u.a. in den USA (am MIT und Rhode Island School of Design RISD) und in Berlin aus, war von 1985 bis 2009 Ordinarius für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich. Er hat viel publiziert, an verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland mitgearbeitet und besitzt mehrere Ehrendoktorhüte.

Schon als Student habe er Bücher gesammelt, erzählte Werner Oechslin dem Schweizer Fernsehen anlässlich der Bibliothekseröffnung 2006. Er sammelte aus Neugier, Begeisterung und Wissensdurst. Und weil er diese Leidenschaft ein Leben lang pflegte, erwuchs eine umfangreiche Bibliothek. Professor Tristan Wedding vom Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich lobt sie als einzigartig und wertvoll, weil sie von einer Person zusammengestellt worden ist und somit eine Identität erhalten hat: https://www.youtube.com/watch?v=2GDEE81h74A.

1998 wurde die Stiftung Bibliothek Werner Oechslin gegründet und 1999 ein Nutzungsvertrag mit der ETH Zürich abgeschlossen, aber dann dauerte es noch einige Jahre, bis alle Hürden und Einsprachen überwunden waren und der rund fünf Millionen Franken teure Bau 2006 eingeweiht werden konnte. Für seine Leistung erhielt Werner Oechslin 2007 den mit 20'000 Franken dotierten Innerschweizer Kulturpreis. Heute steht die Bibliothek der Wissenschaft und Forschung zur Verfügung, werden Kurse, Tagungen und Kolloquien durchgeführt. Aber man ist auch privat als Lesende willkommen. Selbst wenn man nur dem Licht nachsinnen möchte. (2015)

http://www.bibliothek-oechslin.ch/bibliothek

 

Stiftung Bibliothek Werner Oechslin

Luegeten 11

8840 Einsiedeln

Schweiz

 

 

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9.30 – 17.00 Uhr.

Eine Voranmeldung beim Bibliothekar ist erforderlich: Christoph Lanthemann, E-Mail: bibliothekar@bibliothek-oechslin.ch, Tel: +41 (0)55 418 90 42

Benutzung
Die Bibliothek Werner Oechslin ist eine reine Präsenzbibliothek. Sämtliche Werke sind nur vor Ort im Lesesaal einsehbar sind. Die Ausleihe und Fernleihe – auch der neueren Werke – ist nicht möglich. Gegen ein Entgelt können Kopien anfertigt werden, ausser der Zustand der Bücher würde dies nicht erlauben

Die Benutzung der Bibliothek ist kostenlos; die blosse Besichtigung an einem Mittwochnachmittag kostet 5 Franken. Mitinbegriffen im Betrag ist der Besuch der Wechselausstellung (5 Vitrinen mit Büchern zu wechselnden Themen: http://bibliothek-oechslin.ch/ausstellungen/ausstellungen

Der Lesesaal der Bibliothek kann für Veranstaltungen genutzt werden.

 

 

 

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