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5 von 53 gut & drauf:


Gesellschaft

Richtig dabei

Zum Beispiel Amar Latif in Grossbritannien: Der blinde Reiseführer lehrt das Sehen...

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Kultur 

Kreativ gestaltet

Zum Beispiel Christian Bobst in Zürich: Der preisgekrönte Fotograf geht auch an heikle Themen nah heran...

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Umwelt

Dauerhaft gut

Zum Beispiel Theo Gerber, Arzt und Arvenpflanzer in St.Gallen: sorgte für die Anpflanzung von mehr als einer halben Million Bäumen im Hinterrheintal...

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Wirtschaft

Sinnvoll profitiert

Zum Beispiel Disco100: hat es als Familienbetrieb zum grössten Plattenladen Barcelonas gebracht...

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            Alter

Voller Leben

Zum Beispiel Irmela Mensah-Schramm in Berlin: Bekämpft mit Schaber und Lösungsmitteln Hassparolen an Geländern und Gebäuden...

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 Flüchtlinge

Flucht. Ankunft

 Zum Beispiel Tausende von Freiwilligen, die sich mit Kreativität und Hingabe um Menschen auf der Flucht kümmern…

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Rudolf Mattes:

Ein Kreativer mit Varianten

 

 

Wegweiser mit VarianteWegweiser mit VarianteDer Gestalter Rudolf Mattes, Jahrgang 1944, hat sich jahrelang an die Regeln seines Handwerks und die Wünsche seiner Kunden gehalten, doch nun nimmt er sich Freiheiten. Und die irritieren die Umwelt. Rudolf Mattes kreiert Objekte. Mal stehen sie schräg, mal kopf, mal  quer in der Landschaft. Und das ist wörtlich zu verstehen. Rudolf Mattes‘ Credo: „Ich will, dass ein Objekt als Denkmodell dient. Ich stelle bestehende Sehgewohnheiten in Frage. Und das mache ich mit Variablen Strukturen.“

Variable Strukturen?  Das sind Kunstwerke, die jede und jeder selber verändern darf, kann und soll. Er als Gestalter gibt Objekt und Material vor, im Grunde einfache Figuren, die zum Spiel laden: Ein Dreieck auf dem Schenkel, ein Quadrat über den Bilderrahmen hinaus… Es sind die Betrachtenden, die das Werk verändern, variieren und neu schaffen. Auf diese Weise, sagt Rudolf Mattes, werden passiv Sehende zu aktiv Mitgestaltenden. So entsteht eine visuelle Kommunikation, ein Dialog zwischen Macher und Betrachter. Wobei die Rollen wechseln können. 

Mattes' Kunstwerke sind subtil, hintergründig, doppelsinnig – und manchmal gar witzig. Nehmen wir den Varianten-Wegweiser. Er hat die gelbe Farbe, die schwarze Schrift und die Form der bekannten Schilder übernommen, ist allerdings inhaltlich verändert: statt Wanderern den Weg nach links oder rechts zu weisen, steht auf dem Schild das Wort „Variante“. Dieses platziert er beispielsweise unter einem regulären Wanderwegweiser, und diese Kombination von Gewohntem und Provokativem ergibt eine neue Deutung, über die man stutzt, lacht – oder nachdenkt. Mattes‘ Werke werden zum Kommentar des Zeitgeschehens: Nichts ist, wie es ausschaut – alles ist veränderbar. 

Wenn Kreativität, wie Psychologen sagen, darin besteht, Normales, Gewohntes, Alltägliches in einer neuen Perspektive zu sehen, dann ist Rudolf Mattes ein Prototyp des Kreativen. Er war und ist es ein Leben lang: in Zürich hat er eine Schriftsetzerlehre bei dem renommierten Verlag Conzett und Huber absolviert, danach war er als Grafiker, Art DirNeujahrskarte 2016Neujahrskarte 2016ector, selbständiger Unternehmer in Zürich, Basel und Bern und als Lehrer in Zürich und Bern tätig. 2010 kam er in seine Heimatstadt Zürich zurück, „um weiter zu machen, was und wie ich es will“. Und das mit eigener, unverwechselbarer Handschrift. Werke von Rudolf Mattes sind zu sehen:

 

http://www.lydiamegerteditions.com/

http://www.multipleart.net

 

(2015)

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